Kaufbeuren ertrinkt im Schuldenstrudel – unsere Schuldenuhr macht die Entwicklung transparent

Verschuldung von Kaufbeuren wächst – wir machen die Entwicklung mit unserer Schuldenuhr transparent
Die Verschuldung Kaufbeurens wird — gemessen am Stand Ende Dezember 2023 – bis Ende 2029 auf das 3,5-Fache ansteigen. Die Grafik beruht auf den offiziellen Daten der Stadtkämmerei.

Wäre die Stadt Kaufbeuren ein privater Haushalt, müsste sie dringend zur Schuldnerberatung. Denn die Ausgaben übersteigen die Einnahmen seit Jahren deutlich, und die Verschuldung wächst ins Uferlose. Wir zahlen alte Schulden mit neuen zurück.

Wie die Grafik oben zeigt, ist der Schuldenstand seit Ende 2023 von 25 Millionen bereits auf mehr als 69 Millionen Euro gewachsen und wird bis Ende 2029 auf 86 Millionen Euro ansteigen. Mit anderen Worten: Die Schulden werden sich mehr als verdreifachen. Diese Entwicklung macht die FDP Kaufbeuren jetzt für alle Bürgerinnen und Bürger transparent: Wir haben eine Schuldenuhr programmiert, die Sekunde für Sekunde anzeigt, wie die Schulden Kaufbeurens und die Pro-Kopf-Verschuldung anzeigen:

Schuldenuhr Kaufbeuren
Schuldenuhr Kaufbeuren: Das Bild mit Stand 26. Januar zeigt Schuldenstand, Verschuldung pro Sekunde und pro Kopf. Die aktuellen Werte finden Sie hinter diesem Link.

Die Verschuldung geht heute schon auf rund 1500 Euro pro Kopf zu und entspricht in Summe rund 40 Prozent des Ergebnishaushalts. Der Kämmerer selbst schreibt in seiner Präsentation für die Jahre 2026 bis 2029: „Die Nettoneuverschuldung ergibt sich zu 98 Prozent  aus dem negativ Saldo der laufenden Verwaltungstätigkeit.“ Das heißt: Wir geben schon für das laufende Geschäft mehr aus, als wir einnehmen. Da ist noch kein einziger Euro für unsere Stadt investiert.

Analysiert man die Lage nüchtern und finanzmathematisch, wird das Desaster, das die Verantwortlichen seit 2024 angerichtet haben, offensichtlich. Wo jede Familie sich am Riemen gerissen und gespart hätte, haben sie die Stadt finanziell in die Misere geritten.

Die Folgen sind bitter:

  • Wir geben nutzlos Geld für Zinsen aus, statt es in unsere Stadt zu investieren. Unterstellt man einen durchschnittlichen Zins von 2 / 2,5 / 3 Prozent, so bezahlen wir heute schon konservativ geschätzt 1,38 / 1,73 / 2,1 Millionen Euro an Zinsen – jedes Jahr. Dieses Geld schafft keine Nutzen. 2,1 Millionen Euro würden fast ausreichen, dass die Stadt für 2026 keine neuen Schulden aufnehmen müsste.
  • Wir belasten kommende Generationen. Angenommen, es gelänge uns wie in die Jahren 2022/23, pro Jahr im Schnitt fünf Millionen Euro zurückzuzahlen, was schon ein sehr optimistisches Szenario wäre, dann würde es ab 2030 bei 2,5 Prozent Zinsen etwas mehr als 17 Jahre dauern, bis Kaufbeuren wieder schuldenfrei wäre. In dieser Zeit dürfte natürlich kein einziger Cent an neuen Schulden aufgenommen werden.

Allein diese beiden Zahlen zeigen, wie groß die Misere inzwischen ist.

Aus diesem Grund fordert die FDP Kaufbeuren ein sofortiges Sanierungsprogramm für die Finanzen Kaufbeurens in Form einer kommunalen Schuldenbremse. Der geplante weitere Schuldenanstieg ist völlig inakzeptabel, weil der die Last auf die Schultern unserer Kinder legt.

Sobald weitere Details zum Haushalt 2026 vorliegen, werden wir in eine tiefere Analyse einsteigen und Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger herstellen.

Für die FDP Kaufbeuren: Thomas Stoll und Sebastian Zajicek